Wednesday 8. July 2015
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Wallfahrt des Generalkapitels 2012 nach Maria Jeutendorf

26.08.2012

Zum Abschluss des eine Woche dauernden Generalkapitels wurde am Sonntag den 26. August zur gemeinsamen Wallfahrt eingeladen. Nach den Laudes
ging es mit dem Bus ins nahe gelegene Maria Jeutendorf. Während der Fahrt
sprach fr. Hans-Ulrich Möring über die bewegte Geschichte des dortigen Karmel
und verwies besonders auf die Gemeinsamkeiten zwischen den Karmeliten und dem
Deutschen Orden in Spiritualität und Auftrag. Den Festgottesdienst in der
dortigen Wallfahrtskirche zur schmerzhaften Mutter Gottes feierte der Hochmeister mit den Brüdern, Schwestern und mitgereisten Familiaren. In seiner Predigt wies der Hochmeister insbesondere auf den Wert des Gebetes hin, wie erin der Prima Regula zum Ausdruck kommt: [...] man lege das Augenmerk darauf, dass das Herz von dem erfüllt sei, wovon der Mund spricht. Denn das Gebet krankt, wenn das Herz nicht mitschwingt." (zit. nach R 8: Vom Gottesdienst).

Wiederwahl von Hochmeister P. Dr. Bruno Platter und Generalassistentin Sr. Maria-Regina Zohner

24.08.2012                                                          

Das in Wien tagende Generalkapitel des Deutschen Ordens hat am 23. August im feierlichen Wahlakt den bisher amtierenden Hochmeister Dr. Bruno Platter wiedergewählt. Platter steht seit dem Jahr 2000 als Generaloberer der Ordensgemeinschaft vor. Der Wahlleiter, der Prior der österreichischen Brüderprovinz P. Johannes Kellner, gratulierte dem wiedergewählten Hochmeister und übergab ihm den Inthronisationsring, der auf die lange Tradition des Leitungsamtes im Orden bis zurück in das Mittelalter verweist. Diesem Auftrag sieht sich Platter verpflichtet und erklärte, er wolle mit Gottes Hilfe und mit dem Wohlwollen aller Ordensmitglieder den Orden mit aller Umsicht und Verantwortung in die Zukunft führen. 

Schwesternjubiläen in Passau

20.08.2012                                                          

Das Ordensleben ist geprägt vom Leben in Gemeinschaft und vom Dasein für andere Menschen, sei es im karitativen oder pastoralen Einsatz, sei es im Gebet und in der Fürsorge für andere. Ganz besonders trifft dies auf die Schwestern des Deutschen Ordens zu, die ihr Leben in den Dienst für andere gestellt haben und dies über Jahrzehnte hindurch eindrucksvoll und oftmals unbeachtet und still in Treue ihrem Gelübde Gott gegenüber sowie in großer Beharrlichkeit an den verschiedensten Orten ihres Einsatzes unter Beweis gestellt haben. Am Sonntag, den 5. August 2012, wurden diese Gelübde vor Hochmeister Bruno Platter wiederum feierlich erneuert, um noch einmal an die Ursprünge der eigenen Berufung zurückzugehen und sich neuerlich in den Dienst Gottes nehmen zu lassen. Die Kirche des Klosters der Schwestern in Passau, St. Nikola, ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten öffentlich nicht zugänglich, daher wurde dieser Festgottesdienst in der Kirche St. Paul gefeiert.

Hinter dem Eisernen Vorhang – Deutschordensschwestern in der CSR / CSSR 1945-1989

Neuer Band der Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens

19.08.2012

Vierzig Jahre nachdem Sr. Dr. Erentraud Gruber ihre Dissertation über die Deutschordensschwestern als Band 14 der Ordensreihe publiziert hat, legt sie nunmehr als Band 71 dieser Reihe eine weitere Arbeit über die Deutschordensschwestern vor, die erst durch den Fall des Eisernen Vorhangs möglich wurde. Sr. Erentraud legt in umfassender Weise das Schicksal der Deutschordensschwestern in der Zeit von 1945 bis in unsere Tage dar. Es ist ihr durch akribische Archivarbeit, vor allem aber anhand Zitation der schriftlichen Chroniken der Schwesternniederlassungen und auf besonders ergreifende und persönliche Art, durch die Einarbeitung einer Vielzahl von Gesprächen mit Zeitzeuginnen gelungen den Bogen über die  leidvolle Zeit unter dem Kommunismus mit all seinen Repressalien, Schauprozessen und Internierungen bis hin zur freudigen Rückkehr der Schwestern in das Troppauer Mutterhaus im Jahre 2004 zu spannen.

Friede von Brest – Hauptvertrag 1435 Dez. 31. Brest

26.07.2012

Friedensverträge sind immer etwas besonderes, noch dazu, wenn es ein „Ewiger Friede" ist, der da unterzeichnet wird. So geschehen in Brest / Brzestrze mit Datum 31. Dezember 1435. Die Vertragsparteien waren der Deutsche Orden mit seinem Hochmeister Paul von Rusdorf, der von  1422-1441 an der Spitze des Ordens stand, auf der einen Seite und König Wladislaus von Polen  sowie Sigmund Großherzog von Litauen auf der anderen Seite. Der Vertrag fixierte nach jahrelangen Querelen im Prinzip nochmals Vereinbarungen, die schon kurz nach Rusdorfs Wahl 1422 beschlossen und dem Deutschen Orden nicht nur territoriale Einbußen auferlegten, sondern auch eine faktische - wenn auch indirekte - Mitsprache der Stände in der Außenpolitik, die bei Friedensbruch durch den Landesherrn nicht mehr zur Treue verpflichtet waren. Eine breite Front der Ablehnung und des Protestes durch Kaiser Sigismund aber auch - und das sollte Rusdorf bis zu seiner Resignation am 2. Januar 1441, wenige Tage vor seinem Tod beschäftigen - innerhalb des Ordens und seiner Führungskräfte, wie etwa dem livländischen Meister oder dem Deutschmeister.

Diakonenweihe in Wien

30.06.2012

Am Samstag, dem 23. Juni 2012, erlebte die Gemeinschaft am Hochmeisteramt ein besonderes Fest: Der Bischof von Leitmeritz, Mons. Jan Baxant, weihte durch Handauflegung und Gebet Fr. Jakub Jirovec, Bruder der tschechischen Ordensprovinz, zum Diakon. Bei der Weiheliturgie in der Ordenskirche St. Elisabeth haben mit dem Bischof der Hochmeister, zahlreiche Ordenspriester aus Österreich und Tschechien, der Generalvikar von Leitmeritz und der Heimatpfarrer von Fr. Jakub konzelebriert; anwesend waren auch Familiaren aus den österreichischen und tschechischen Balleien, die Mitbrüder aus dem Konvent am Hochmeisteramt und viele Freunde und Angehörige von Fr. Jakub. Bischof Baxant betonte in seiner Ansprache die wichtigsten Merkmale des diakonalen Dienstes. Ein Diakon sei kein Wasserträger oder Kriecher vor jedermann, sondern er sei vielmehr als Diener von Christus beschenkt. Daraus sollte sich die Haltung eines Diakonen ergeben: „Zur rechten Zeit persönlich zur Verfügung stehen - ohne Vorbehalt und Verzögerung, ohne Ausreden oder Entschuldigungen." Nach der Befragung und dem Gehorsamsversprechen und nach der Allerheiligenlitanei wurde Fr. Jakub durch Handauflegung und Gebet des Bischofs zum Diakon geweiht; es wurden ihm Stola und Dalmatik angelegt und das Evangeliar überreicht; sodann hat er als Neugeweihter  gleich dem Bischof bei der Messe assistiert.

Besuch des Hochmeisters bei Linzer Familiaren-Gemeinschaft

26.06.2012

Am 20.06.2012 besuchte Hochmeister Generalabt Dr. Bruno Platter ein Konveniat der stetig wachsenden Linzer Familiarengemeinschaft. Der Einladung waren über 13 Familiaren und an die 10 Interessenten gefolgt, darunter der Hausherr, Bischofsvikar Regens Dr. Johann Hintermaier, Balleimeister Prim. Dr. Paul Drobec und Balleimeisterstellvertreter Prof. Dr. Rudolf Müller. Nach einer vom Herrn Hochmeister  in Konzelebration mit Bischofsvikar Dr. Johann Hintermaier und Cfr. Stadtpfarrer Mag. Roland Bachleitner in der ehemaligen Linzer Deutschordenskirche (nunmehrigen Priesterseminarkirche) zelebrierten Messe traf man sich  im Barockzimmer des Priesterseminares, um dem Vortrag des  Herrn Hochmeisters zum Thema „Der Deutsche Orden heute" beizuwohnen. Hochmeister Dr. Bruno Platter hob dabei einmal mehr die vier Säulen bzw. Komponenten des Deutschen Ordens hervor, nämlich die religiös-spirituelle, die sozial-karitative, die kulturelle und schließlich die gesellschaftliche Komponente. Kern des Wirkens des Deutschen Ordens sei aber immer die religiöse Komponente, zu welcher insbesondere auch die Seelsorge in den derzeit ca. 100 vom Deutschen Orden betreuten Pfarren gehört, aber auch beispielsweise die von den Brüdern und Schwestern, aber auch von Familiaren betriebenen ca. 100 Kranken-, Pflege- und Therapieanstalten. Die Brüder, Schwestern und Familiaren des Deutschen Ordens seien in der Nachfolge Christi tätig, „Für ihn sind wir da" - so der Hochmeister. Der Wille, die Gesellschaft im Geiste Christi zu prägen, sei Auftrag auch für jeden Familiaren.


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