Sunday 2. August 2015
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Tagung der Internationalen Historischen Kommission zur Erforschung des Deutschen Ordens (IHKDO) am Hochmeisteramt in Wien

21.09.2012

Die Internationale Historische Kommission zur Erforschung des Deutschen Ordens (IHKDO) hält ihre diesjährige wissenschaftliche Tagung von 21. - 22. September 2012 am Hochmeisteramt in Wien ab. In 10 Beiträgen und Referaten geht man der Bedeutung und Funktion des Priesters im Deutschen Orden nach. Zeitlich und thematisch spannt sich ein weiter Bogen der möglichen Themenfelder: Vom Regelprolog aus der Mitte des 13. Jahrhunderts über mögliche Einsatzorte und -felder in Mittelalter und Früher Neuzeit bis hin zur Profilierung des Priesterbildes im 19. Jahrhundert, wobei der für die spirituelle Erneuerung des Ordenslebens bedeutende Ordenspriester Peter Rigler maßgebliche Akzente setzte.

Eröffnung des neuen Schuljahrs in Olmütz

06.09.2012

Hochmeister Bruno Platter besuchte gemeinsam mit den in Wien studierenden Klerikern am 3. September das Gymnasium des Deutschen Ordens in Olmütz. In Anwesenheit der Schulleitung, des pädagogischen Körpers, der Studenten und  einiger  tschechischer Familiaren eröffnete der Hochmeister feierlich das neue Schuljahr. In seiner Ansprache betonte er den Sinn der Ausbildung: Es geht nicht nur um die Vermittlung der verschiedenen Kenntnisse, sondern auch um die Bildung der Persönlichkeiten der Studenten. In der heutigen Zeit, die von verschiedenen schnellen Medien, Moden und Informationen geprägt ist, ist es wichtig, sich auch auf die dauernd bleibenden und kostbaren Werte zu konzentrieren, betonte der Hochmeister. In diesem Sinn wünschte er den Pädagogen und den Studenten Gottes Segen und viel Freude und Erfolg. Anschließend segnete der Hochmeister die neue Schulkapelle, in der ab diesem Schuljahr regelmäßig Gottesdienste gefeiert werden, die Bibliothek und alle neu renovierten Schulräume. Der Direktor des Gymnasiums dankte in seiner Rede dem Hochmeister und dem ganzen Orden für die aufwendige Unterstützung der Schule, die sich in den wenigen Jahren ihrer Existenz einen sehr guten Ruf in der ganzen Region erworben hat. 

Anzeige gegen den Deutschen Orden bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt

05.09.2012 

 

In österreichischen Medien wird derzeit über eine Anzeige gegen den Deutschen Orden bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt berichtet. So schreibt etwa die Wochenzeitschrift „Falter", dass der „Deutsche Orden  seine eigenen Schwestern um viele Millionen Euro geschädigt und Steuergeld veruntreut haben soll."
 

Wir haben dazu in einer ersten Stellungnahme an die Medien folgendes festgehalten:

„Sämtliche Vorwürfe der Anzeige sind haltlos und nicht nachvollziehbar. Derzeit überprüft
im Auftrag der Staatsanwaltschaft Klagenfurt ein gerichtlich beeideter Sachverständiger sämtliche Unterlagen. Der Deutsche Orden und das KH Friesach kooperieren selbstverständlich mit dem Sachverständigen und haben alle Dokumente und Belege ohne jegliche Einschränkung offengelegt.  Der Deutsche Orden ist davon überzeugt, dass die Vorwürfe ohne jegliches sachliches Substrat sind."

Die Schwesternprovinz hat am 05.09.12 ebenfalls eine Information an die Medien übermittelt, in der sie unter anderem schreiben:

„Wir distanzieren uns mit allem Nachdruck von dieser Anzeige. Wir fühlen uns durch
die Gründung der Betriebsgesellschaft und die wirtschaftlichen Vorgänge im Vorfeld in keiner Weise geschädigt oder wirtschaftlich benachteiligt."
Und weiter heißt es in dem Text:
„Die Schwestern verweisen darauf, „dass durch die Gründung der Betriebs-GmbH
die Erhaltung des Krankenhauses Friesach sichergestellt werden konnte."

Wir sind von der völlig unverständlichen Anzeige sehr betroffen. Die Motivation hinter der Anzeige ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar. Es scheint, als möchte jemand dem Orden Schaden zufügen.
 

Gerne werden wir hier weiterhin informieren. 

Wallfahrt des Generalkapitels 2012 nach Maria Jeutendorf

26.08.2012

Zum Abschluss des eine Woche dauernden Generalkapitels wurde am Sonntag den 26. August zur gemeinsamen Wallfahrt eingeladen. Nach den Laudes
ging es mit dem Bus ins nahe gelegene Maria Jeutendorf. Während der Fahrt
sprach fr. Hans-Ulrich Möring über die bewegte Geschichte des dortigen Karmel
und verwies besonders auf die Gemeinsamkeiten zwischen den Karmeliten und dem
Deutschen Orden in Spiritualität und Auftrag. Den Festgottesdienst in der
dortigen Wallfahrtskirche zur schmerzhaften Mutter Gottes feierte der Hochmeister mit den Brüdern, Schwestern und mitgereisten Familiaren. In seiner Predigt wies der Hochmeister insbesondere auf den Wert des Gebetes hin, wie erin der Prima Regula zum Ausdruck kommt: [...] man lege das Augenmerk darauf, dass das Herz von dem erfüllt sei, wovon der Mund spricht. Denn das Gebet krankt, wenn das Herz nicht mitschwingt." (zit. nach R 8: Vom Gottesdienst).

Wiederwahl von Hochmeister P. Dr. Bruno Platter und Generalassistentin Sr. Maria-Regina Zohner

24.08.2012                                                          

Das in Wien tagende Generalkapitel des Deutschen Ordens hat am 23. August im feierlichen Wahlakt den bisher amtierenden Hochmeister Dr. Bruno Platter wiedergewählt. Platter steht seit dem Jahr 2000 als Generaloberer der Ordensgemeinschaft vor. Der Wahlleiter, der Prior der österreichischen Brüderprovinz P. Johannes Kellner, gratulierte dem wiedergewählten Hochmeister und übergab ihm den Inthronisationsring, der auf die lange Tradition des Leitungsamtes im Orden bis zurück in das Mittelalter verweist. Diesem Auftrag sieht sich Platter verpflichtet und erklärte, er wolle mit Gottes Hilfe und mit dem Wohlwollen aller Ordensmitglieder den Orden mit aller Umsicht und Verantwortung in die Zukunft führen. 

Schwesternjubiläen in Passau

20.08.2012                                                          

Das Ordensleben ist geprägt vom Leben in Gemeinschaft und vom Dasein für andere Menschen, sei es im karitativen oder pastoralen Einsatz, sei es im Gebet und in der Fürsorge für andere. Ganz besonders trifft dies auf die Schwestern des Deutschen Ordens zu, die ihr Leben in den Dienst für andere gestellt haben und dies über Jahrzehnte hindurch eindrucksvoll und oftmals unbeachtet und still in Treue ihrem Gelübde Gott gegenüber sowie in großer Beharrlichkeit an den verschiedensten Orten ihres Einsatzes unter Beweis gestellt haben. Am Sonntag, den 5. August 2012, wurden diese Gelübde vor Hochmeister Bruno Platter wiederum feierlich erneuert, um noch einmal an die Ursprünge der eigenen Berufung zurückzugehen und sich neuerlich in den Dienst Gottes nehmen zu lassen. Die Kirche des Klosters der Schwestern in Passau, St. Nikola, ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten öffentlich nicht zugänglich, daher wurde dieser Festgottesdienst in der Kirche St. Paul gefeiert.

Hinter dem Eisernen Vorhang – Deutschordensschwestern in der CSR / CSSR 1945-1989

Neuer Band der Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens

19.08.2012

Vierzig Jahre nachdem Sr. Dr. Erentraud Gruber ihre Dissertation über die Deutschordensschwestern als Band 14 der Ordensreihe publiziert hat, legt sie nunmehr als Band 71 dieser Reihe eine weitere Arbeit über die Deutschordensschwestern vor, die erst durch den Fall des Eisernen Vorhangs möglich wurde. Sr. Erentraud legt in umfassender Weise das Schicksal der Deutschordensschwestern in der Zeit von 1945 bis in unsere Tage dar. Es ist ihr durch akribische Archivarbeit, vor allem aber anhand Zitation der schriftlichen Chroniken der Schwesternniederlassungen und auf besonders ergreifende und persönliche Art, durch die Einarbeitung einer Vielzahl von Gesprächen mit Zeitzeuginnen gelungen den Bogen über die  leidvolle Zeit unter dem Kommunismus mit all seinen Repressalien, Schauprozessen und Internierungen bis hin zur freudigen Rückkehr der Schwestern in das Troppauer Mutterhaus im Jahre 2004 zu spannen.


http://deutscher-orden.at/