Wednesday 16. April 2014
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Der Hochmeister im Ermland

24.05.2011

Vom 16.-18. Mai besuchte der Hochmeister nach knapp einem Jahr erneut das Ermland. Eingeladen hatte die Universität Allenstein/Olsztyn; bereits bekannter Standort war wie im Vorjahr, das Priesterseminar Hosianum. War der Aufenthalt 2010 sehr viel förmlicher bis hin zur Position als Staatsgast anlässlich des Gedenkens an die 600. Wiederkehr der Schlacht von Tannenberg/Grunwald, so war er jetzt gekennzeichnet von fast schon familiärer Offenheit, auch wenn das Programm sehr wohl hochoffizielle Punkte außerhalb der Vorträge kannte. Am Beginn stand stets eine förmliche Begrüßung, etwa durch den Rektor des Priesterseminars Prof. Władysław Nowak oder den Rektor der Universität Prof. Józef Górniewicz. In der Universität hatte der Hochmeister als erstes den Medien Rede und Antwort zu stehen, wie auch an allen anderen Orten Kameras und Mikrofone warteten und der erste Bericht bereits am Nachmittag des ersten Tages gesendet wurde.

Professjubilarinnen feierten in Lanegg

23.05.2011

Am 2. Mai feierte die Schwesterngemeinschaft in Lanegg (Südtirol) das Professjubiläum von sechs Schwestern: Sr. Perpetua Santer (70 Jahre), Sr. Hildegard  Innerebner, Sr. Gertrud Schweigl (60 Jahre), Provinzoberin Sr. Hiltraud Unterkalmsteiner, Sr. Erentraud Gruber und Sr. Angela Frötscher (50 Jahre). Der Hochmeister, der den Dankgottesdienst zelebrierte, lud in seiner Ansprache ein, darüber nachzudenken, wie die vergangenen Zeiten sich entwickelt haben und dass sie diese Zeit als eine von Gott geführte und begleitete Zeit empfinden dürfen. Die Profess vor 70 Jahren (1941) in der  Kriegszeit, Zeit in der der Orden in Österreich und in der Tschechoslowakei schon aufgelöst war. In Jugoslawien starb der erste  Märtyrer durch die Verfolgung der Titopartisanen. Vor 60 Jahren (1951) Zeit des Aufbruchs nach dem Krieg. Das Leben gestaltete sich nun  hoffnungsvoller. Vor 50 Jahren (1961) Aufbruch im Orden.

Doppelfeier am Hochmeisteramt

17.04.2011

Am 11. April 2011 fand am Hochmeisteramt in Wien im Anschluss an die Sitzung des erweiterten Generalrates ein festliches Abendessen statt. In Anwesenheit des Hochmeisters, der Prioren, Provinzoberinnen und Generalräte wurden zwei bedeutsame Jubiläen gefeiert: Der 70. Geburtstag von Sr. Mirjam Müller OT, Provinzoberin der Deutschordensschwestern von Passau, und das 50 jährige Priesterjubiläum von P. Bernhard Demel OT, der bei dieser Gelegenheit auch sein brandneues Buch „ 820 Jahre Deutscher Orden. Fünf Referate über eine lange Geschichte in Europa" zum ersten Mal öffentlich präsentiert hat. Der Hochmeister hat beiden Jubilaren im Namen des ganzen Ordens gratuliert und für ihr außerordentliches Engagement gedankt.

Eröffnung und Segnung des Pflegeheimes St. Josef in Völlan

06.04.2011

Mit großer Freude konnte Hochmeister Bruno Platter am Sonntag, dem 3. April, in Völlan (Südtirol) die Kapelle im neuerrichteten Pflegeheim und den darin befindlichen Steinaltar im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes weihen. In der Kapelle waren dazu neben zahlreichen Schwestern und Brüdern des Deutschen Ordens auch Bewohner des Heimes, deren Verwandte sowie Pflegepersonal vertreten. 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Pflegeheim beschäftigt, davon arbeiten 51 im Pflegebereich. Das Altenwohnheim bietet 75 Heimgästen (mit ihren insgesamt 6700 Lebensjahren) Platz zum Leben und zeichnet sich durch eine großzügige Raumaufteilung, eine offenen Konzeption der Aufenthaltsbereiche sowie durch die Integration der bestehenden natürlichen und baulichen Umgebung in die Architektur aus. So bieten breite Glasfronten einen herrlichen Blick in das tiefer gelegene Etschtal und geben den Bewohnern das Gefühl, inmitten von Natur und Dorf beheimatet zu bleiben. Das dominierende Kastanienholz der Umgebung wurde als ein tragendes Element in der Kapelle verarbeitet, um die Verbundenheit mit der natürlichen Umgebung symbolhaft weiter aufrecht zu erhalten. Eine Besonderheit stellt weiters eine eingebaute, mehrere 100 Jahre alte Bauernstube dar. Die alten Möbel und ihre besonderen Farben und Gerüche sollen ein heimisches Ambiente schaffen, in dem sich die Bewohner wohl und aufgehoben fühlen. Besonderer Wert wird zudem auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Küche gelegt, um den alten Menschen in ihrem sinnenärmeren Alltag im Haus schmackhafte und sinnliche Erfahrung zu ermöglichen. Im geschützten Garten können sich die Bewohner an den Blumen erfreuen und auch selbst ein Hoch-Beet bepflanzen.

P. Gottfried Daum OT verstorben

30.03.2011

Am 28. März 2011 verstarb in Lana im Alter von 81 Jahren P. Gottfried Daum, Mitglied der Südtiroler Provinz des Deutschen Ordens. P. Gottfried, geboren am 6. Februar 1930 in Aldein, trat 1948 in den Orden ein; nach Theologiestudium in Trient und Priesterweihe im Jahr 1957 widmete er sich der Seelsorge in Lana und anschließend über Jahrzehnte seiner „Lebensaufgabe" - der Erziehung der Jugendlichen in den Schülerheimen des Ordens. Dazu nahm er viele Aufgaben im Orden wahr: Er wurde Provinzrat, Novizenmeister, Superior in Lana und Geistlicher Assistent der Familiaren Südtirols. In den Jahren nach dem Zweiten Vatikanum hat er an der Neugestaltung der Ordensregeln der Brüder und Schwestern wesentlich mitgewirkt. Von 1970 bis 2004 war er Generalrat, in den Jahren 1976 - 1988 zusätzlich Generalsekretär des Ordens. P. Gottfried widmete sich auch der Öffentlichkeitsarbeit und war langjähriger Leiter der Ordenszeitschrift und Autor mehrerer Broschüren über den Orden. Bis zu seiner Pensionierung und solange es seine Kräfte zuließen, war er ein beliebter Beichtvater, Exerzitienleiter und landesweit gesuchter Prediger, für viele Ordensschwestern Geistlicher Begleiter und Seelsorger.

P. Gottfried hat wie kaum ein anderer den Deutschen Orden in der nachkonziliaren Zeit mitgeprägt. Mit ihm verliert der Orden eine seiner großen verdienten Persönlichkeiten. Vielen war er ein stets humorvoller und überaus geistreicher Begleiter und Freund. An der Seite des Dieners Gottes Peter Rigler harrt er in der Priestergruft zu Lana seiner Auferweckung.  R.I.P.

Aufnahme in das Noviziat

12.03.2011

Am Freitag nach dem Aschermittwoch, dem 11. März hat die Gemeinschaft des Ordens am Hochmeisteramt in Wien im Rahmen der Sext die Aufnahme von Fr. Aleš Ullmann in das Noviziat gefeiert. Fr. Aleš (26) stammt aus der traditionsreichen Ordenspfarrei Freudenthal/Bruntál (Nordmähren). Nach dem Abitur studierte er Geschichte und Gesellschaftslehre für das Lehramt an der Ostrauer Universität, danach arbeitete er kurz als Lehrer an verschiedenen Grundschulen der Region. Der Hochmeister hat in seiner Ansprache anhand einiger Artikel aus den alten Ordensregeln die Wichtigkeit der Gemeinschaft und Brüderlichkeit im Ordensleben betont: Die Liebe und die Sanftmut der Mitbrüder sollen Fr. Aleš auf seinem Weg begleiten. Auch die Unterstützung von Seiten der Gemeinschaft soll dazu beitragen, dass Fr. Aleš nach einem Jahr eine reife und richtige Entscheidung für oder gegen das Ordensleben treffen kann. Der Novize wird das Noviziat am Hochmeisteramt in Wien verbringen; unter der Leitung vom Novizenmeister P. Konrad Stix OT und anderen Mitarbeitern wird er die Ordensregel, die Geschichte und die Spiritualität des Ordens, das Ordensrecht usw. kennenlernen. Mit seiner Aufnahme ins Noviziat zählt jetzt die Tschechische Provinz insgesamt 15 Ordensbrüder.   

700. Todesjahr von Siegfried von Feuchtwangen

08.03.2011

Vor 700 Jahren, am 5. März 1311, verstarb Siegfried von Feuchtwangen, 15. Hochmeister des Deutschen Ordens. Obwohl die Historiker nur über wenige Quellen zu seiner Person verfügen, gehört er zu den bekanntesten Hochmeistern überhaupt: Er war es, der den Hauptsitz des Ordens von Venedig auf die Marienburg in Preußen verlegte. Zu diesem wichtigen Schritt hat er sich aus mehreren Gründen entschieden, vor allem wollte er aber nicht, dass die Ordenspolitik vorwiegend auf den Mittelmeerraum konzentriert sei. Das Schicksal der Templer, die am 13. Oktober 1307 auf Befehl des französischen Königs dem Untergang zugeführt  wurden, zeigte deutlich, wie gefährlich es sein könnte. Außerdem belegte Papst Clemens V. Venedig mit dem Interdikt. Die Verhältnisse im Ordensland schienen dagegen günstiger zu sein: Im Jahr 1308 bat der polnische König den Orden im Konflikt mit den Brandenburgern in Pommerellen um Hilfe. Im November des gleichen Jahres besetzten die Ordenstruppen die Stadt Danzig, am Kreuzerhöhungsfest,  14. September 1309 zog Siegfried von Feuchtwangen in die Marienburg ein. Die Burg empfahl sich durch ihre geographische Nähe zu Danzig; außerdem könnten auch persönliche Gründe eine gewisse Rolle gespielt haben - sie wurde nämlich von dem Vorvorgänger und Onkel Siegfrieds, Hochmeister Konrad von Feuchtwangen erbaut. Siegfried von Feuchtwangen verstarb 1311 in der Marienburg und wurde in der Kathedralkirche zu Kulmsee beigesetzt, wo an den Stufen zur Seitenkapelle der seligen Jutta von Sangerhausen noch heute Reste seiner Grabplatte zu sehen sind.  


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