Druckansicht - Donnerstag 11. März 2010
Zum 55. Todesjahr von Hochmeister Eugen von Österreich

16.02.2010

unknownErzherzog Eugen von Österreich (1863 - 1954) war der letzte einer langen Reihe von Mitgliedern des Hauses Habsburg, der dem Deutschen Orden als Hochmeister vorstand. Er war Feldmarschall der k u. k. Armee und letzter weltlicher Hochmeister des Deutschen Ordens. Durch seine breit gefächerten wissenschaftlichen und künstlerischen Interessen verfügte Erzherzog Eugen über eine umfangreiche Bildung. Er sprach fließend mehrere Sprachen, war ein begabter Musiker, begeisterter Besucher von Konzerten und Universitätsvorträgen, Archivforscher, Mäzen des Theaterwesens und Förderer bildender und darstellender Künstler. Als passionierter Automobilist war er einer der ersten Hochadeligen mit einem Kraftfahrzeug (Kennzeichen: A 1). Auch sein Humor, seine Menschlichkeit und sein karitatives Wirken brachten ihm Achtung und hohes Ansehen ein. Die Bedeutung Erzherzog Eugens liegt neben seiner erfolgreichen militärischen Karriere für den Deutschen Orden in der intensiven Förderung des seelsorglichen, pädagogischen und karitativen Wirkens der Brüder und Schwestern sowie des Sanitätswesens des Ordens.

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Neubeginn des Ordens in seiner alten Pfarrei

11.02.2010

unknownFreudenthal ist eine Stadt in Nordmähren (ungefähr 40 Kilometer nördlich von Olmütz) mit 17.000 Einwohnern und mit einer sehr interessanten Geschichte. Freudenthal gehörte (seit 1215) zu den ältesten Königsstädten in Böhmen und Mähren und in dieser Zeit wurde auch die dortige frühgotische Kirche, ursprünglich dem Hl. Wenzel geweiht, erbaut. Die Stadt hat gut prosperiert, vor allem wegen ihrer günstigen Lage zwischen Mähren und Schlesien und aufgrund des Bergbauwesens. Die Herren von Würbenthal, für lange Zeit Eigentümer von Freudenthal, erbauten in der Stadt ein Renaissanceschloss. Die Stadt hat viel unter den Folgen des dreißigjährigen Krieges gelitten und im Jahr 1621 wurde sie vom Deutschen Orden käuflich erworben. So begann die Zeit einer neuen großen Blüte für die Stadt: Neben Bergbau hat Freudenthal vor allem in der Textilindustrie prosperiert. Der Orden hat das Schulwesen erneuert und ausgebaut; einzigartig war auch sein soziales Wirken - in der Herrschaft Freudenthal wurde die Leibeigenschaft 100 Jahre früher als in der ganzen übrigen Monarchie abgeschafft! Im 19. Jahrhundert kamen in das Gebiet auch die Deutschordensschwestern, die verschiedene Schulen und Krankenhäuser gründeten.

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Hochfest Unserer Lieben Frau vom Deutschen Haus in Jerusalem

29.01.2010

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Am Sonntag, dem 7. Februar, zelebriert Hochmeister Dr. Bruno Platter um 9.00 Uhr in der Ordenskirche St. Elisabeth das Hochamt vom Gründungsfest des Deutschen Ordens: zur Mitfeier ergeht an alle Interessierten eine herzliche Einladung!  

Der Deutsche Orden entstand 1189/90 vor Akkon im Heiligen Land während des dritten Kruzzuges. Als die Hafenstadt Akkon durch christliche Truppen belagert war, gründeten Bürger aus Lübeck und Bremen ein Zeltspital aus Schiffsegeln, in dem sie vor allem die von Seuchen betroffenen Kreuzfahrer und die kranken Pilger gepflegt haben. Dieses Hospital blieb über die Belagerung hinaus erhalten und bei ihm entstand zunächst eine kleine Bruderschaft unter der Leitung eines gewissen Meisters Sibrand. Am 6. Februar 1191 stimmte Papst Clemens III. der Gründung zu und nahm die kleine Gemeinschaft unter den Schutz der Kirche. Das Hospital zog nach der Einnahme von Akkon in die Stadt und übernahm einen festen Baukomplex in der Nähe eines Tores an der Stadtmauer. Bis 1196 entstanden fünf weitere Häuser im Heiligen Land, darunter die mächtige Burganlage Montfort. Später übernahmen die Brüder auch das Spital in Jerusalem mit einer Marienkapelle: hier liegt der Ursprung der Benennung Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem.

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Kardinal Schönborn feierte 65. Geburtstag

29.01.2010

unknownKardinal Christoph Schönborn ist seit 1995 Erzbischof der Erzdiözese Wien und so eigentlich „Nachbar" des Generalats des Deutschen Ordens in Wien. Nicht nur als Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, sondern auch als Mitglied wichtiger vatikanischer Kongregationen genießt Kard. Schönborn weltweit hohes Ansehen. Im Februar 2007 wurde er vom Hochmeister zum Ehrenritter des Deutschen Ordens ernannt und investiert. Er steht so in einer Reihe mit den Wiener Erzbischöfen, die gleichfalls Ehrenritter des Deutschen Ordens waren, wie Kard. Franz König und Kard. Theodor Innitzer, der zugleich auch Protektor des Ordens war. Kard. Christoph Schönborn ist nach Kard. Damian Hugo von Schönborn (+1743), Landkomtur von Biesen und Hessen und Fürstbischof von Speyer und Konstanz, im Deutschen Orden der zweite Kardinal aus dem Hause Schönborn. 

Hochmeister Bruno Platter, Generalökonom P. Frank Bayard und einige andere Brüder aus dem Konvent am Hochmeisteramt nahmen am 24. Jänner im Stephansdom am Vespergottesdienst anlässlich des 65. Geburtstages teil und überbrachten die Glückwünsche des Ordens. Fr. Hans-Ulrich Möring aus der österreichischen Brüderprovinz war an der musikalischen Gestaltung der Feier beteiligt. Zu diesem „Familienfest der Erzdiözese Wien" versammelten sich ungefähr drei Tausend Gläubige, allen voran das Domkapitel und eine sehr hohe Anzahl von Priestern und Ordensleuten.



Erstes Adventkonzert von Studenten des Konservatoriums Troppau in Wien

31.12.2009

unknownIn einer „konzertanten Aktion" sangen am Samstag vor dem 4. Advent der gemischte Chor „Laudate Dominum", der Kammerchor sowie Solisten und Instrumentalisten des Kirchlichen Konservatoriums des Deutschen Ordens aus Opava/Troppau in der Deutschordenskirche zu Wien. Mit dem Hochmeister, Prior P. Johannes Kellner und den Mitgliedern des Konventes des Deutschen Hauses erlebten zahlreiche Besucher, darunter Familiaren mit Balleimeister DI Haider an der Spitze, sowie Gläubige aus den Ordenspfarren der österreichischen Ballei ein außergewöhnliches Konzert auf hohem Niveau. 

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Bischof von Piazza Armerina legte Familiarenversprechen ab

26.12.2009

unknownMit Dekret vom 08. Dezember 2009, dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, hat der Hochmeister die Commenda Autonoma „Santa Maria degli Alemanni" errichtet, nachdem die zuständige Ballei „Ad Tiberim", der Generalrat des Deutschen Ordens sowie S. Exz. Mons. Michele Pennisi, Bischof der Diözese Piazza Armerina, der Errichtung zugestimmt hatten. Ein lang gehegter Wunsch der sizilianischen Familiaren ging damit in Erfüllung. Nach über 500 Jahren wurde damit die Tradition des Ordens auf der Mittelmeerinsel wieder aufgenommen, die die Confratres nun bereits im Namen ihrer Komturei führen: die „Santa Maria degli Alemanni" ist eine in der Chiesa Madre von Gela hoch verehrte Ikone der Gottesmutter, die der Tradition nach von Deutschordensbrüdern aus dem Heiligen Land nach Sizilien gebracht worden ist. Der Hochmeister reiste aus diesem Anlass in Begleitung des Generalökonomen P. Mag. Frank Bayard sowie einer Schwester und eines weiteren Bruders nach Sizilien, wo das Ereignis am 15. Dezember mit einem festlichen Pontifikalamt des Hochmeisters in der Kathedrale von Piazza Armerina gefeiert wurde.

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04.12.2009

unknownAm 20. und 21. November 2009 fand in Wien in den Räumlichkeiten des Amtssitzes des Hochmeisters des Deutschen Ordens ein Symposium zum Thema „200 Jahre Hochmeister in Wien" statt, zu dem Hochmeister Bruno Platter anlässlich des Jubiläums im Jahre 2009 geladen hatte. Dieser Einladung folgten zahlreiche Mitglieder des Ordens und am Thema Interessierte. Nach einer Begrüßung durch Hochmeister Platter schilderte der Zentralarchivar am Hochmeisteramt P. Frank Bayard die bewegte und spannende Geschichte, die sich an die Verlegung des Sitzes des Hochmeisters nach Wien anschloss. Sein unter dem Titel „Wandel der Zeiten, Zeiten im Wandel" gehaltener Vortrag dokumentierte die Geschichte und auch die Veränderungen, die das Hochmeisteramt im Laufe dieser 200 Jahre durchlaufen hatte. Professor Udo Arnold, dessen Vortrag sich mit der über 800jährigen Geschichte, der inneren Struktur des Ordensgefüges und der äußeren Repräsentation des Amtes des Hochmeisters befasste, war aus gesundheitlichen Gründen abwesend und ließ seinen Vortrag von Professor Ewald Volgger verlesen. Dieser Vortrag stellte die 200 Jahre des Hochmeisters in Wien in eine geschichtliche Reihe mit anderen Stationen des Hochmeisteramtes und betonte dabei vor allem die innere Kontinuität, aber auch die Umbrüche, die diese oftmaligen Ortswechsel mit sich brachten.

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