Monday 27. June 2016
  • gb.gif
  • cz.gif

Feier zum 40. Jahrestag der Bestätigung des Kultes der hl. Dorothea von Montau in der Kathedrale zu Marienwerder/Kwidzyn (Polen)

25.06.2016

© Deutscher OrdenAm liturgischen Gedenktag der hl. Dorothea von Montau fand in der Diözese Elbing/Elblag eine Feier zum 40. Jahrestag der Bestätigung des Kultes der Klausnerin und Mystikerin durch den Heiligen Stuhl statt. Den Deutschen Orden repräsentierten dabei P. Piotr Rychel OT (Wien), Confr. Domherr André Schmeier FamOT (Allenstein/Olsztyn) sowie Confr. Dr. Janusz Trupinda FamOT (Danzig/Gdansk).

Bereits kurz nach Dorotheas Tod bemühte man sich um ihre Heiligsprechung. Dank der Anstrengungen der Kirche in Preußen und des Deutschen Ordens gab der Heilige Stuhl sein Einverständnis zu einem Heiligsprechungsprozess, der in den Jahren 1404-1406 in Marienwerder geführt wurde. Damals verhörte man fast 250 Zeugen über das Leben Dorotheas. Leider machten die schwierige politische Situation auf der italienischen Halbinsel, das westliche Schisma und die Niederlage des Deutschen Ordens in der Schlacht bei Tannenberg einen Abschluss des Verfahrens unmöglich. Die Verehrung Dorotheas nahm jedoch nicht ab, auch nicht in der schweren Zeit der Reformation. Im Jahre 1976 erkannte Papst Paul VI. den jahrhundertealten Kult Dorotheas formell an und bestätigte ihn.

 

Marienburg/Malbork (Polen) feiert 730 Jahre Stadtrecht

17.-18.06.2016

© Foto: Radoslaw KoczynskiAnlässlich des 730. Jahrestages der Verleihung der Stadtrechte an Marienburg veranstaltete die Stadtgemeinde Malbork am vergangener Wochenende ein großes Stadtfest. Dazu wurden die Partnerstädte aus Deutschland, Frankreich, Litauen, Schweden und Irland eingeladen, die dann auch mit starken Delegationen erschienen waren. Schon ein Jahr zuvor hatte sich der Bürgermeister auch um die Teilnahme des Hochmeisters bemüht mit dem Hinweis, dass die Stadt bestrebt sei, gute Beziehungen zum Deutschen Orden zu pflegen, denn – so begrüßte der Bürgermeister den Hochmeister - „ohne Orden gäbe es weder Burg noch Stadt und, obwohl unsere gemeinsame Geschichte ziemlich schwierig war, sind die heutigen Tage eine Zeit der Freundschaft und der guten Zusammenarbeit, wofür wir herzlich danken.“

 

Antrittsbesuch der Komturei An Enns und Salzach bei Bischof Dr. Manfred Scheuer

04.05.2016

© Johannes MühllechnerAm 04.05.2016 führte der Komtureivorstand der Komturei An Enns und Salzach in Begleitung von Vizerektor Univ.Prof. Pater Dr. Ewald Volgger einen offiziellen Antrittsbesuch beim neuen Linzer Bischof, Dr. Manfred Scheuer, durch.

 

Die Familiarendelegation wurde angeführt vom Geistlichen Assistenten Bischofsvikar Regens Dr. Johann Hintermaier und dem örtlichen Komtur Rechtsanwalt Dr. Johannes M. Mühllechner. Das Gespräch fand in einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre statt. Bischof Manfred ließ sich über die karitativen Tätigkeiten des Deutschen Ordens im Allgemeinen, aber auch über jene der Komturei im speziellen informieren. Der Deutsche Orden war dem neuen Linzer Bischof nicht unbekannt, hatte er doch auch in Innsbruck immer wieder Kontakte zu den dortigen Familiaren. Von sich aus brachte er die Problematik der Pseudoorden ins Gespräch. Damit einhergehend wurde er informiert, dass die drei päpstlich anerkannten ritterlichen Ordensgemeinschaften (Souveräner Malteser-Ritterorden, Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem und Deutscher Orden) in der Diözese Linz seit vielen Jahren ein freundschaftliches Miteinander pflegen. Ferner wurden auch diverse Möglichkeiten angesprochen, wie sich einzelne Familiaren allenfalls noch in die Diözese einbringen könnten.

Der Hochmeister auf der Marienburg

Enthüllung der berühmten Marienstatue an der Marienburg und Eröffnung der restaurierten Marienkirche und der St. Annenkapelle in Anwesenheit des polnischen Parlamentspräsidenten, des Vize-Kulturministers und des Botschafters von Norwegen

 

© Deutscher OrdenGroße Feierlichkeiten waren am Sonntag, 17. April auf der Marienburg in Polen angesagt: Die Enthüllung des monumentalen Marienmosaiks an der Außenwand der Marienburg, die Eröffnung der in der alten gotischen Form restrukturierten Marienkirche und der ebenfalls vollständig renovierten St. Annenkapelle, die seinerzeit als Grabstätte der Hochmeister diente.

 

 

Familiarenwallfahrt nach Maria Laach

Als Pilger unter Pilgern unterwegs

Die Ballei Österreich hat erstmals eine Fußwallfahrt durchgeführt und damit einen spirituellen Schwerpunkt gesetzt, der das Gemeinschaftliche unter den Familiaren fördern soll und unter dem Leitgedanken stand: „Mit Maria den Weg gehen, den Blick auf Christus – Glauben, dass Gott alles, dass Gott mich zum Heil führt“.

 

 

 

 

Der Großteil der Teilnehmer traf sich in Aggsbach-Markt (Wachau), einige Wenige stießen erst zur Heiligen Messe in Maria Laach dazu. Nach einer kurzen Führung durch die Pfarrkirche Aggsbach, einer spätromanischen, dreischiffigen Pfeilerbasilika, Ende des 13. Jhdt. erbaut, danach mit gotischen Kreuzrippengewölbe ausgestattet und im 18. Jhdt. barockisiert, ging die Wallfahrt über den Schildgraben nach Hubhof. Dort erfolgte eine Andacht zu „Unserer Liebe Frau vom Deutschen Hause“, die immer der Ruhm und die Freude, die Trösterin und Beschützerin unseres Ordens war.

 

 

Standgehalten in bitterer Verfolgung: Zum 40. Todestag von Provinzoberin Sr. Antonia Wittek OT

09.04.2016

© Sr. Dr. Erentraud GruberSr. Anežka Antonia Witková wurde 1894 in Hrabin (Schlesien) geboren. Nach dem Eintritt in den Deutschen Orden arbeitete sie zunächst als Lehrerin, dann als Direktorin an der achtklassigen Mädchen-Grundschule in Troppau; in der Ordensleitung hatte sie das Amt einer Provinzrätin inne. Nachdem der Orden im Jahr 1939 durch die Nationalsozialisten verboten und den Schwestern sowohl ihre Schule wie ihre Lehrbefähigung genommen worden war, wurde Sr. Antonia Pflegerin im ehemaligen Ordenskrankenhaus in Troppau; nach der Aussiedlung der deutschen Ordensschwestern aus der Tschechoslowakei wurde Sr. Antonia Wittek (Wittke, Witková) am 19.11.1945 zur Provinzoberin für die Tschechoslowakische Schwesternprovinz gewählt.

P. Robert Schälzky 61. Hochmeister des Ordens – 24. März 1936

Vom 24. Bis 27. März 1936 tagte im Deutschen Hause zu Wien das oberste Gremium des Ordens, das Generalkapitel  unter dem Vorsitz des apostolischen Visitators P. Dr. Hilarin Felder OFMCap. Nachdem am 25. Januar Hochmeister Paul Heider nach längerer Krankheit und nur drei Jahren im Amt in Troppau verstorben war, musste nun ein Nachfolger gewählt werden. Unter Tagesordnungspunkt VII. schritt man am Nachmittag des 24. März zur Wahl, zuvor vom Visitator ermahnt, dass zwar prinzipiell der neue Hochmeister aus allen Provinzen kommen dürfe, es „gegenwärtig aber noch zu gewagt scheine, einen anderen, als einen  csl. Staatsangehörigen zu wählen“. Nachdem in den ersten drei Wahlgängen die notwendige Mehrheit nicht erreicht wurde, kam es zur Stichwahl zwischen P. Heribert Kluger, P. Richard Lux und P. Robert Schälzky, aus der der Generalökonom P. Robert Schältzky mit knapper Mehrheit als neuer Hochmeister hervorgeht, der die Wahl nach dem Ersuchen des Visitators annimmt, nicht ahnen könnend welche Via dolorosa ihn erwarten sollte. Am 29. März wird er von Theodor Card. Innitzer, dem Wiener Erzbischof, zum Abt benediziert.


http://deutscher-orden.at/